Pro7 in der Krise

Pro7 steckt zur Zeit in einer erst zunehmenden Krise.

Die Marktanteile sind so niedrig wie zuletzt 1996 und ein Flop jagt den nächsten. Neuerwerbungen wie "Nip/Tuck", "Empire" oder "Las Vegas" floppen gnadenlos und selbst etablierte Serien wie "E.R. - Emergency Room" fallen deutlich ab. Der neuste Serienstart "Greys Anatomy" konnte vergangenen Dienstag gerade 6,9 % Marktanteil in der Zielgruppe der 14-49 jährigen erreichen. Und selbst Stefan Raab, das ehemalige Zugpferd von Pro7, bleibt mit seinem "TV Total" in den letzten Monaten regelmäßig unter dem Senderschnitt. Einzig die Schwulenserie "Queer as folk" und Heidi Klums Modelshow "Germanys next Topmodel" laufen erfolgreich. Zu wenig für eine Sender wie Pro7.
Pro7-Chef Andreas Bartl will dem Sender jetzt neuen Schwung verpassen. Bartl plant für die nächsten Monate eine Frischzellenkur für das Pro7-Programm:

  • "Germany´s next Topmodel" bekommt eine 2. Staffel
  • Der Montag wird ab Mai zum Mysterytag auf Pro7. Den Anfang wird die Hitserie "Die 4400" machen. In den darauffolgenden Monaten werden dann die Serien "Surface - Unheimnliche Tiefe", "Invasion", "Supernatural", "5ive Days to Midnight" und die zweite Staffel von "Lost" zu sehen sein
  • Ab Herbst wird es eine neue Staffel der "Popstars" geben
  • Ende März springt Pro7 auf den "Telenovela-Zug" mit "Lotta in love" auf.
  • Mittwochs werden in Zukunft Blockbusterfilme laufen

Ob diese Maßnahmen helfen den Sender aus dem Quotenloch zu führen, bleibt abzuwarten. Wünschenswert wäre es, bietet Pro7 doch gerade im Serienbereich eine ungemein hohe Qualität.