Free-TV vor dem Aus

Das Free-TV steht, so wie es im Moment aussieht, kurz vor dem Aus.

Wie die Netzeitung meldet, planen die RTL-Gruppe und die ProSiebenSat1 Media AG ihr Programm in naher Zukunft nur noch verschlüsselt über Satellit auszustrahlen. Grund dafür ist der Druck aus Hollywood. Zur Zeit kann das Programm von RTL und Co. auch im benachbartem Ausland empfangen werden, da es unverschlüsselt ausgestrahlt wird. Durch diese Tatsache werden allerdings höhere Lizenzgebühren an die Hollywoodstudios fällig. Für die Sender ist es wirtschaftlich also durchaus sinnvoll ihr Programm zu verschlüsseln, um die Lizenzgebühren niedrig zu halten. Der Leidtragende ist wieder einmal der Zuschauer, da er für den Empfang der Programme neue Hardware (Set-Top-Boxen) benötigt. Zudem planen die Sender eine monatliche Gebühr von 3 Euro für die Freischaltung des Empfangs. Der Zuschauer wird also in Zukunft nicht nur von der GEZ mit immer höheren Gebühren belastet, sondern darf jetzt auch noch für die Privaten kräftig in den Geldbeutel greifen. Wer jetzt denkt, daß all das Zukunftsmusik ist, muß leider enttäuscht werden. Die Sender wollen bis zum Jahresende konkrete Details bekanntgeben.

Aber das ist noch nicht alles. So planen die Sender über kurz oder lang ihr Programm mit DRM (Digitals Rights Management) auszustrahlen. DRM kommt im Moment hauptsächlich bei legalen Musikdownloads zum Einsatz. Der Zuschauer wird dann keine Pauschale mehr zahlen, sondern kann, dank digitaler Technik, pro Minute Fernsehkonsum abgerechnet werden. Durch DRM ist es auch möglich ein "Störsignal" mit dem Fernsehsignal zu senden, daß im Zukunft Aufnahmen mit DVD- oder Videorecordern verhindert. Will man eine Sendung aufzeichnen, wird ebenfalls eine Gebühr fällig.

Da kann man nur sagen, willkommen in der neuen schönen TV-Welt.

Quelle: netzeitung.de